Wanderurlaub im Nationalpark Torres del Paine

(16.05.2012)
Sechs Tage zum Wandern in den Nationalpark Torres del Paine – ganz allein. Ich war mir nicht sicher, ob das eine gute Idee war. Dies war jedoch meine vorerst letzte Chance Chiles berühmtesten Nationalpark zu besuchen, so dass ich nicht lange überlegte und meine Flüge nach Punta Arenas buchte.

Am frühen Sonntagmorgen ging es los in Richtung Süden. Nach 3 Stunden Flug kam ich Punta Arenas an, der südlichsten Stadt Chiles. Die Luft war kühl und frisch und die Sonne schien am blauen Himmel. Vom Flughafen ging es ins Zentrum von Punta Arenas, das ich kennen lernen wollte bevor ich in den Nationalpark weiterfuhr. Natürlich besuchte ich auch die Hauptsehenswürdigkeit von Punta Arenas, den Friedhof, auf dem Grabsteine aus dem frühen 20. Jahrhundert von der bewegten Einwanderungsgeschichte Patagoniens erzählen.
Nach einem ausgiebigen Provianteinkauf nahm ich den Überlandbus nach Puerto Natales, wo ich die Nacht verbrachte.

Am nächsten Morgen um 7:30 Uhr fuhr mein Bus zum Nationalpark ab. Bald konnte man schon von weitem das riesige Paine-Massiv aufragen sehen und das Panorama wurde mit jedem Kilometer besser. Gegen Mittag kamen wir an der Bootsanlegestelle Pudeto an, wo ich den 12 Uhr-Katamaran nehmen wollte. Ich hatte noch Zeit schnell zum Wasserfall Salto Grande zu laufen, wo mich der starke Wind fast umgeworfen hätte. Über den Lago Pehoé ging es dann zum Refugio Paine Grande (Refugio=Unterkunft zwischen Hostel und Berghütte). Vom See aus hatte man die tollsten Blicke auf die Cuernos-Spitzen und das Paine-Grande-Massiv.

Ein großer Waldbrand hat Anfang des Jahres große Teile des Nationalparks verwüstet, was auch ganz deutlich um meine Unterkunft herum zu sehen war. Kurioserweise ist um das Gebäude herum alles verbrannt, aber dem Refugio selbst ist nichts passiert. Die Vegetation aus Büschen und niedrigen Wäldern ist jedoch in der gesamten Umgebung völlig verbrannt. Ein sehr trauriger Anblick. Es wird interessant sein zu sehen, wie schnell sich die Natur wieder erholt.

Nach einer erholsamen Nacht im 6-Bett-Zimmer nahm ich am Dienstag meine erste große Wanderung in Angriff. Auf dem Programm stand die Wanderung in das Französische Tal (Valle Frances). Die komplette Wanderung mit Hin- und Rückweg umfasste 28 km und ich hatte große Zweifel, ob ich das schaffen würde. Aber ich wollte es versuchen und beruhigte mich damit, dass ich ja jederzeit umkehren könne.  Bei schönstem Sonnenschein und gnadenlosem Wind ging es los, doch der Regenbogen in der Ferne kündete schon vom aufziehenden Regen.

Nach etwa 2 Stunden hatte der Regen mich erreicht und der Wind trieb ihn waagerecht über den Boden. Glücklicherweise war er nicht stark genug um mich richtig nass zu machen. Nun ging es durch den Wald und über kleine Bäche bergauf in das Tal. Zu meiner Linken flossen zwei riesige Gletscher die schroffen Felswände hinunter. Trotz der schlechten Sicht war die Kulisse atemberaubend.

Mehrere andere Wanderer erzählten mir später, sie seien wegen dem Wetter am ersten Aussichtspunkt umgekehrt. Ich hatte große Hoffnung, dass die Sicht mit der Zeit besser werden würde, wenn ich erst bis zum Ende des Wegs laufen und dann wieder zurückkommen würde. Also lief ich weiter, über die Moränen und durch den knorrigen Wald, wo man den Regen kaum spürte. Kurz nach Mittag kam ich am Mirador Britanico an, dem Ende des Weges. Von diesem Aussichtspunkt aus hat man eigentlich eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge und das bewaldete Tal. Ich konnte davon kaum etwas erkennen, war jedoch trotzdem so stolz und froh angekommen zu sein, dass mir das fast nichts ausmachte.

Auf dem Rückweg klarte es tatsächlich ein wenig auf und die Sicht wurde etwas besser. Im Tal, wo die Sonne schien, leuchteten die türkisfarbenen Seen. Alle paar Schritte blieb ich stehen um zu sehen ob ich nicht auch hinter mir etwas mehr erkennen könnte, doch das obere Ende des Tals blieb in Wolken verborgen.

Als ich im Tal ankam, schien die Sonne und begleitete mich, jetzt doch mit recht müden Füßen, zurück zu meinem Refugio, wo ich gegen 17:30 Uhr wieder ankam. Nach einer eiskalten Dusche (wegen dem Feuer gab es zeitweise kein heißes Wasser) wollte ich nur noch essen und schlafen. Herrlich!

Für Mittwoch hatte ich mir den 22 km langen Wanderweg zum Grey Gletscher vorgenommen. Nach meinem Aufbruch gegen 9 Uhr begegnete ich bestimmt 2 Stunden lang niemandem. Nur die Natur, der Wind und ich – sehr beeindruckend. Nachdem ich an der Laguna de los Patos (Entenlagune) entlanggewandert war, kam langsam der Grey-See mit einzelnen Eisbergen in Sicht.

Und dann von einer Kuppe aus konnte ich den Gletscher plötzlich in der Ferne glänzen sehen. Ein atemberaubender Anblick!

In den nächsten 2 Stunden lief ich immer weiter auf den Gletscher zu, teils durch verbrannte Landschaft und teils durch wunderschöne Wälder. Gegen Mittag erreichte ich eine felsige Halbinsel, die genau vor der östlichen Gletscherfront in den See ragt. Ich verzehrte fröhlich mein Brot mit Erdnussbutter, genoss die Aussicht und wartete darauf, dass der Gletscher kalben würde. Nichts passierte, aber als ich mich gerade umgedreht hatte und zurück ging, hörte ich das Eis plötzlich mit lautem Getöse brechen. Sehen konnte ich natürlich nichts…

Auf dem Rückweg boten sich mir im Nachmittagslicht immer neue Blicke auf den Gletscher. Immer wieder drehte ich mich um und es verschlug mir von neuem die Sprache bei so viel natürlicher Schönheit.

Zurück am Pehoe-See stieg ich am Abend auf den Katamaran und dann in den Bus, der mich an das andere Ende des Parks, in den Torres-Sektor brachte. Dort übernachtete ich wieder in einem Refugio.

Für meinen letzten Wander-Tag hatte ich mir die berühmteste Wanderung des Nationalparks vorgenommen: Base Las Torres, der Weg zur Gletscherlagune an den Torres-Spitzen. Viele Reisende schwärmen von diesem Wanderweg, der als nicht ganz einfach gilt. Mit 19 km ist die Wanderung noch nicht einmal übermäßig lang, aber dafür ordentlich steil.
In diesem Teil des Parks waren nun viel mehr Touristen unterwegs und alle hatten vor, die gleiche Wanderung zu machen. Natürlich war es nett auf dem Weg Bekannte aus dem Refugio zu treffen, aber der Andrang war schon ein bisschen zu hoch.

Die ersten 1,5 Stunden ging es steil bergan mit immer besser werdenden Blicken über die patagonische Landschaft. Anschließend (wie ärgerlich!) ging es an der Bergflanke entlang wieder bergab, wobei mich der starke Wind beinahe umwarf. Nachdem ich das Refugio Chileno passiert hatte, wanderte ich weiter durch den Wald, nun nur noch mit mäßigem Anstieg.
Der dichte Wald hier war nicht vom Feuer getroffen, und so drangen nur einige Sonnenstrahlen durch das dichte Blätterdach. Die letzte Stunde führte mich über die Moräne steil hinauf zur Lagune. Die Aussicht, die sich dort bot, war jedoch alle Mühen wert.

Die drei Schroffen Torres-Spitzen mit dem Gletscher und dem blauen See zu Füßen waren ein unvergesslicher Anblick. Bei meiner Brotzeit konnte ich beobachten, wie ein verrückter Wanderer im eiskalten Wasser badete. Sehr unterhaltsam.

Auf dem Rückweg ließ ich mir Zeit, lag im Gras am Fluss und ließ mir die Sonne auf die Nase scheinen. Die Wolken schienen hier so nah zu sein! Am späten Nachmittag kam ich wieder im Refugio an und genoss meine letzte Nacht im Nationalpark.

Am nächsten Tag musste ich im 14 Uhr eine Transfer aus dem Park heraus nehmen, um rechtzeitig meinem Flug am Flughafen Punta Arenas zu erreichen. So hatte ich aber noch den Vormittag frei um in die andere Richtung ein Stück um das Massiv herum, in Richtung Camping Serón zu laufen. Hier war wieder niemand unterwegs und ich konnte herrlich weit gucken. Als ich vom höchsten Punkt des Weges die Laguna Azul im östlichen Parkteil sehen konnte, drehte ich um und lief zurück.

Mit dem Bus ging es am Nachmittag zuerst zurück nach Puerto Natales, wo ich an der Plaza noch eine leckere Pizza verdrückte. Ein weiterer Bus brachte mich von Puerto Natales zum Flughafen, wo ich um 23:45 Uhr müde aber glücklich in meinen Flieger nach Santiago stieg.

Mein Empfehlung an alle Besucher des Nationalparks Torres del Paine: Versuchen Sie wenigstens eine Wanderung in ihren Reiserverlauf einzubauen. Beim Wandern erhalten sie einen besseren Eindruck von der einzigartigen Landschaft und können die lokale Flora aus nächster Nähe kennenlernen.

Nützliche Pack- und Ausrüstungsliste für Chile-Reisende

(14.05.2012)
Chile – geografisch wie auch klimatisch ein besonderes Land mit, dass eine unglaubliche Faszination ausübt und ideal für Reisende mit Abenteuerlust und Pioniergeist geeignet ist. Unseren Erfahrungen nach sind diejenigen Touristen am zufriedensten, die im Voraus geplant haben und die richtige Ausrüstung mitbringen.

Die Entfernung zwischen der nördlichen Grenze Chiles mit Peru und der Magellanstraβe  ist ähnlich der Entfernung zwischen Spanien und Norwegen – mit den entsprechende klimatischen Unterschieden zwischen Wüsten, Bergketten und Küstengebieten und Patagonien im Süden des Landes. Die Zentralregion um Santiago und die Weinregionen weisen ein mediterranes Klima auf, die trockene Atacama-Wüste im Norden ist durch heiße Tage und kalte Nächte gekennzeichnet und während in den Sommermonaten (Dezember bis April) im Süden ein gemäßigtes Klima vorherrscht, sind starke Winde und stürmisches Wetter immer möglich.

travelArt hat Ihnen eine nützliche Pack- und Ausrüstungsliste für Ihre Kunden zusammengestellt, die bei den Reisevorbereitungen für dieses vielfältige Land eine Orientierung geben kann. Diese finden Sie auf unserer Webseite hier.

travelArt Guide Exkursion Nationalpark La Campana

(10.05.2012)
Bei fantastischem Wetter ging es für die travelArt Guides für einen Tag in den Nationalpark La Campana bei Valparaíso. Hier erwartete Sie ein abwechslungsreiches Programm aus Frühstück in der Natur, Trekkingtour und Fotoshooting. Schauen Sie selbst:

https://www.facebook.com/travelArt.Chile

Santiago einmal anders – Videoimpressionen

(09.05.2012)
Unsere Praktikantin Maya hat während ihrer besonderen Citytour in Santiago einmal andere Highlight der Stadt besichtigt: Das Museo Bellas Artes im gleichnamigen Stadtviertel, den Zentralfriedhof, den Park Quinta Normal sowie das Museum der Erinnerung und der Menschenrechte. Tauchen Sie in die Faszination der Hauptstadt ein…

https://www.facebook.com/travelArt.Chile

Santiago – Eine etwas andere Citytour

(07.05.2012)
Unsere Praktikantin Maya berichtet von ihrer besonderen Citytour in Santiago

Mit einem Stadt- und Metroplan, meiner Kamera und dem kleinen Video-Flip bepackt, ging ich auf eine kleine Stadttour in Santiago. Ich durfte mir ein paar Museen, den Friedhof und einen Park anschauen. Mein Plan war eigentlich, über Mittag auf die „La Vega“ zu gehen – ein Markt mit allem was das Herz begehrt. Von Obst und Gemüse über Kleidung bis hin zur Schuhbürste ist dort wirklich alles vorhanden. Am Morgen beim Kaffee kamen jedoch unheimlich viele Studenten und Schüler auf einem Protestlauf an uns vorbei und einer der Kellner sagte uns, wir sollen aufpassen und besser nicht in die Nähe des Protestmarsches gehen. Eigentlich war ich recht positiv eingestellt, denn solche Demos gibt es bei uns in Deutschland ja auch. Doch meine Cousine meinte, ich solle die La Vega einfach mal an einem anderen Tag machen, da dies während solch einem Protest nicht zu empfehlen sei. Die Studenten streiken und protestieren hier immer wieder mal, wegen der hohen Studiengebühren. In Deutschland beschweren wir uns ja schon über 500 Euro im Semester, hier zahlen sie das gleiche im Monat. Nun gut, da Santiago ja so groß ist, mir die La Vega nicht wegläuft und es noch vieles anderes zu sehen gibt, änderte ich also meine Route und lies den Trubel auf dem Markt und im nebenan gelegenen „Shopping-Viertel“ Patronato einfach aus.

Als erstes ging ich also zu dem Museum „Museo de Bellas Artes“ im schönen gleichnamigen Stadtviertel.  Hier stellen hauptsächlich chilenische Künstler ihre Werke aus – von Gemälden bis zu Skulpturen. Regelmäßig werden auch Sonderausstellungen veranstaltet.  Das Gebäude, im klassizistischen Stil, steht umgeben von einem kleinen Park, sehr stolz und imposant an der Straße. Es macht schon sehr viel her und auch von innen sieht es ähnlich prunkvoll aus. Die gläserne Decke lässt das Tageslicht herein, was mit den weißen Wänden sehr schön wirkt. In der Haupthalle findet man viele Skulpturen und vor fast jeder sitzen ein paar Schüler und versuchen diese zu zeichnen. Ich ging von der Haupthalle in die einzelnen Räume und schaute mir die Gemälde an. Teilweise sehr alte Malerein und dann plötzlich im Nebenzimmer ziemlich moderne, auf denen deutlich zu sehen ist, dass es um Leiden und Gewalt geht.

Meine nächste Station sollte der „Cementerio General“ sein. Auf dem Friedhof, der ziemlich im Stadtzentrum liegt, liegen über 2 Mio. Menschen begraben. Darunter einige berühmte Personen der nationalen Geschichte und fast alle Präsidenten. Die Metrostation liegt dierekt vor dem Friedhof, sodass man gar nicht zu suchen braucht. Ich lief also durch das Eingangstor und wurde von riesigen Gräbern, die wie kleine Tempel am Wegrand stehen, fast erschlagen. So einen Friedhof habe ich noch nie gesehen. Man kann sogar Führungen bekommen, tagsüber oder abends – wie gruselig. Ich lief weiter die Straße hinunter und kam an einem kleinen Stand mit Süßigkeiten und Getränken vorbei, nebenan ganze Reihen von „Gräber-Tempeln“, alle in einem anderen Stil. Mal sahen sie eher griechisch, dann wieder ägyptisch aus. Eines der Gräber war so sehr im grün der Pflanzen versunken, dass es stark an Überreste eines Maya-Tempels erinnerte. Neben den „Tempeln“, den sogenannten Mausoleen, gibt es noch eine ganze Reihe von Wänden mit Fächern, die alle verschlossen und von außen geschmückt sind.

Nach ein paar Videos und Fotos wurde mir doch ein wenig unwohl. Fotografieren auf dem Friedhof? Ist das nicht unangebracht? Allerdings fuhren ständig Autos an mir vorbei und man konnte Süßes kaufen – ich glaube ich hätte mir nicht so  viele Gedanken machen zu brauchen. Ein paar Querstraßen weiter fegte ein älterer Mann die Fußgängerwege. In seiner Tasche hatte er wohl ein kleines Radio aus dem klassische und eher melancholische Musik dröhnte – wie passend! Er selber pfiff dazu und lud die heruntergefallenen Blätter in seine Schubkarre. Auf der anderen Seite saß ein junger Mann an einem Grab und begleitete sich selbst auf seiner Gitarre beim Halleluja. Obwohl ein Friedhof ein Ort der Stille und des Gedenkens sein soll, genoss ich es, dass es nicht ganz so still um mich herum war und obwohl es ein Halleluja war, klang es fröhlich und freundlich.

Etwas später stieg ich bei der Metrostation „Quinta Normal“ aus und stand quasi schon im gleichnamigen Park; eine wunderschöne große Parkanlage in der ich mich doch eine ganze Weile aufhielt. Ich kam an Wasserspielen vorbei, durch die kreischend ein paar Mädchen rannten und sich von dem Wasser erfrischen ließen. Weiter ging es zu einem etwas größeren Teich, einer Lagune, wo ich ein Schild an einem Baum sah, auf dem ganz deutlich stand, man solle nicht baden. An diese Anweisung hielt ich mich dann auch und lief weiter zu einem Museum, welches sich als das „Museo Nacional de Historia Natural“ herausstellte und leider bis Mitte Mai geschlossen hat. Aber schon das Äußere des Gebäudes imponierte mir sehr, sodass ich es nicht allzu schlimm fand, dass es gar nicht geöffnet hatte. Normalerweise kann man dort eine Mumie eines zwölfjährigen Inka-Kindes bewundern, die man 1954 in mehr als 5000 Metern Höhe am Cerro Plomo in der Nähe von Santiago fand. Zusätzlich gibt es in diesem Museum auch Knochen von Walen oder Urtieren zu bestaunen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang und einer kleinen Pause in der Sonne, machte ich mich auf den Weg zum „Museo de la Memoria y de los Derechos Humanos“, dem Museum für Gedenken und Menschenrechte. Es ist ein sehr großes und modernes Gebäude, welches mit Wasserelementen, großen weiten Treppen und einem großen Platz vor dem Eingang zwischen alten kleinen Häusern steht. Am Empfang wurde ich von einer netten jungen Frau auf Englisch begrüßt, bekam Informationsblättchen auf Englisch und fing bei den Bildern hinter dem Empfang meinen Rundgang durch das Museum an. An einer großen Wand hängen viele Bilder, die mit dem Thema Menschenrechte auf der ganzen Welt zu tun haben. Sie sind so aufgehängt, dass man von weitem die Welt erkennen kann, und so sind sie auch geordnet. Am Boden stehen Tafeln, die das Thema Menschenrechte in den Ländern Afrikas, Südamerikas und die des asiatischen Kontinents mit etwas Text und Bildern erklären. Leider sind alle Texte im gesamten Museum lediglich auf Spanisch, sodass ich mich mehr an den Bildern orientiere.  Diese jedoch sagen, denke ich, mehr als tausend Worte.

Bei einem Film über ein Waisenhaus, wurde mir ganz anders. Die Kinder wurden von dem Reporter gefragt, was sie sich zu Weihnachten wünschen. Viele antworteten darauf, dass sie gerne ein Auto, ein Fahrrad oder eine Puppe hätten. Nur ein kleiner Junge meinte, er möchte einfach nur genug zu essen. Das Leben dort in dem Heim sah alles andere als trist und traurig aus. Die Kinder spielten und feierten ausgiebig Weihnachten. Jeder bekam ein Geschenk und an jedem Platz stand eine Flasche Fanta. Wahnsinn, wie besonders das für wirklich viele Kinder auf dieser Welt noch ist. Der Film war zwar schon etwas älter, jedoch gibt es noch genug Teile der Erde, wo dies noch immer so ist.

Ich ging zurück in den ersten Raum in dem ein Film über den Angriff auf den Präsidentenpalast „La Moneda“ während der Militärdiktatur am 11. September 1973 lief. Viele dieser Bilder erinnerten mich an die deutschen Geschichtsthemen die wir in der Schule durchgenommen haben und die auch heute noch immer wieder present sind. Im 2. Stock der Museums gibt es eine Art Kanzel aus Glas, von der aus man an der gegenüberliegenden Wand viele Bilder von Menschen sehen kann, die in der damaligen Zeit von dem Regime getötet wurden oder einfach „verschwunden“ sind. Man geht davon aus, dass rund 3.200 Chilenen verschwunden sind, darunter auch viele Jugendliche. In der Kanzel auf dem Boden stehen elektrische Kerzen, die an all die Opfer erinnern.

Draußen schien die Sonne und auf den Straßen ging alles seinen gewohnten Lauf. Ein etwas komisches Gefühl, wenn man weiß, was innerhalb des Gebäudes ausgestellt ist. Auch wenn ich nicht viel von den Texten verstanden habe, hat sich dieser Besuch auf jeden Fall gelohnt. Dieses Museum ist schon wegen seiner Außenfassade wirklich sehenswert und die Ausstellung trägt viel zum Verständnis der chilenischen Vergangenheit bei. Verstehen kann ich die Dinge die damals passiert sind zwar nicht, aber nachdem ich einiges noch darüber gelesen habe, bin ich wenigstens ein bisschen informiert.

Ein erlebnisreicher Tag ging vorbei und ich bin dankbar dafür, dass ich diese etwas andere Citytour machen durfte!

Neueröffnung des Hangaroa Eco Village & Spa Ressort auf der Osterinsel

(04.05.2012)
Das Hangaroa Eco Villa & Spa Ressort auf der Osterinsel wurde vor kurzem neu eröffnet und befindet sich aktuell in der Probe-Phase (Soft-Opening). Ab April sind nun 32 Zimmer des Luxusresorts fertig gestellt. Ab August wird die verfügbare Zimmeranzahl dann auf 69 Einzel- oder Doppelzimmer sowie 6 exklusive Suiten steigen. Das Poerava-Restaurant serviert den Gästen authentische landestypische Gerichte kombiniert mit internationalen Trends. Ab April steht ebenfalls der Manavai-Spa- und Wellnessbereich den Gästen zur Entspannung bereit.

Hanga Roa bedeutet in der Sprache der Einheimischen soviel wie „Großer Strand“. Das Hangaroa Eco Village & Spa Ressort befindet sich an privilegierter Lage auf der Osterinsel, direkt am Meer und nur einen Kilometer vom Flughafen und einige Gehminuten vom Dorf entfernt. Dies erlaubt es den Gästen, die nähere Umgebung eigenständig zu erkunden und sich so einfacher und besser mit der Rapa-Nui-Kultur vertraut zu machen. Die Zimmer sind mit edlen Materialien ausgestattet und mit  Telefon- und Internetanschluss, Musikanlage, Schreibtisch, Safe und Minibar eingerichtet. Das Ressort ist so konzipiert, dass alle Zimmer eine Terrasse mit Meersicht haben. Das Hangaroa Eco Village & Spa Ressort verfolgt einen ganzheitlichen Aspekt, in welchem Natur und Umwelt in das Projekt einbezogen wurden. Aus diesem Grund werden innerhalb der Anlage auch ein Museum mit der Geschichte der Insel und verschiedene Kurse in Kunsthandwerk angeboten.

Das Hotel ist während der Soft-Opening-Phase nur eingeschränkt verfügbar, nimmt aber bereits Vorausbuchungen an. Wenn Sie weitere Informationen über das Hotel wünschen, kontaktieren Sie bitte Ihren travelArt-Verkaufsmitarbeiter und lassen sich durch unser Team beraten.

Neues Glam-Camp im Cajón de Maipo nahe Santiago

(02.05.2012)
Der neue Trend des Glamping (Glamour + Camping) war in den letzten Monaten bereits häufiger in unserem Newsletter vertreten. Im Norden Chiles und auch in den südlichen Regionen gibt es bereits mehrere Projekte, die sich diesem Konzept von Camping auf hohem Niveau verschrieben haben. Hierbei wird auf eine komfortable Ausstattung der Nomaden- oder Domozelte mit Heizung und Federbetten sowie auf eine Gourmetküche zur Verpflegung der Gäste Wert gelegt.

Ein neues Projekt bringt diese Idee nun in die Nähe der chilenischen Hauptstadt, genauer gesagt in das Andental Cajón de Maipo. Es ist nur wenige Kilometer von Santiago entfernt und aufgrund seiner natürlichen Attraktionen ein überaus beliebtes Ausflugsziel. Jaime Zaror bot mit seinem Unternehmen „Los Baqueanos“ bisher Reitausflüge in die Berge des Cajón del Maipo an. Nun will er Natur- und Pferdeliebhabern darüber hinaus ermöglichen, in komfortablen Domozelten mitten in der ursprünglichen Bergwelt zu übernachten. Als Gästezimmer sind runde Kuppelzelte (Domozelte) vorgesehen, die mit Futons, Solarheizung und ergonomischen Sesseln ausgestattet werden. Das zentrale Zelt mit einem Durchmesser von 6 Metern steht bereits und wird im Rahmen der Exkursionen genutzt. Hier wird zukünftig  das Frühstück sowie eine abwechslungsreiche Auswahl an Mahlzeiten auf Sterneniveau serviert. Natürlich können die Gäste des Domo-Hotels auch das weitgefächerte Angebot an Reitausflügen nutzen.

Wenn Sie weitere Informationen über dieses Projekt wünschen, kontaktieren Sie bitte Ihren travelArt-Verkaufsmitarbeiter.

Maya auf Citytour in Santiago mit Reiseleiter Nelson

(25.04.2012)

Heute berichtet Maya von ihrer Citytour in Santiago:

Heute durfte ich mit einer unserer Reisegruppen auf eine Citytour gehen. Wir haben uns in dem Hotel der Gäste „Galerias” mit der Gruppe und dem  travelArt-Guide Nelson getroffen um von dort aus unsere Tour zu beginnen. Als erstes ging es zur wohl ältesten Kirche Santiagos, der Iglesia San Francisco. Sehr imposant war das Innere mit dem Altar und dem Kuppelfenster, welches den Altar in wunderschönes Licht setzte. Weiter auf dem Weg zum Hauptplatz  „Plaza de Armas“ wurden wir von einem der vielen Straßenhunde begleitet, welcher auch vor der nächsten Kirche treu auf uns wartete um uns dann weiter zu folgen.

Auf der Plaza de Armas gab es wirklich viel zu sehen. Das alte Postamt, die Kathedrale, die Casa Colonial und der Palacio de la Real Audiencia. In der Kathedrale wurde man wieder mit einem imposanten Inneren empfangen, welches die Gäste erneut einlud, die Kamera zu zücken. Von außen kann man zwischen den zwei Türmen erkennen, dass dort einmal eine Figur gestanden haben muss, welche allerdings bei dem schweren Erdbeben 2010 zerstört wurde, wie uns Nelson erzählte. Nach einer ausgiebigen „Foto-Session“ ging es weiter zum Regierungsviertel mit dem großen Präsidentenpalast „La Moneda“. Hier wurden früher Münzen hergestellt, daher auch der Name „La Moneda“ („Die Münze“). Um den Präsidentenpalast herum stehen viele sehr große und hohe Gebäude und eines davon war vor vielen Jahren das beste Hotels Santiagos, welches aber dann von der Regierung gekauft wurde und heute als Außenministerium genutzt wird. Dreht man sich ein wenig weiter, sieht man das Justiz- und das Stadtverwaltungsgebäude. Was mich immer wieder fasziniert, sind die Gegensätze von alt und neu. Es ist unglaublich, wie ein sehr altes und wunderschönes Gebäude zwischen den modernsten Hochhäusern steht, als gehöre es nicht mehr in die heutige Zeit. Jedoch finde ich, das genau diese Gegensätze Santiago ausmachen und prägen.

Auf dem Weg zu unserem Bus gingen wir vorbei an den Wachen des Palastes, welche ich ebenso sehr faszinierend fand. Diese hier sind zwar nicht ganz so „versteinert“ wie die Wachen in London vor dem Buckingham Palace, doch bewegen sie sich auch kaum und schauen meist auf einen Punkt. Zumindest scheint es so. Nach einer weiteren Foto-Runde ging es dann mit dem Bus in Richtung Cerro San Cristóbal, dem Stadtberg und höchsten Punkt Santiagos.   Nelson beantwortete viele Fragen und erzählte interessante Dinge über die Stadt.  Zum Beispiel erklärte er, dass der Wolkenkratzer „Costanera Tower“, welcher gerade im Bau ist, der höchste ganz Südamerikas sein wird. Man sei gespannt wie lange, denn wer weiß in welcher Stadt, in welchem Land die Menschen bald noch höher hinauf wollen. Bevor wir ganz oben auf dem San Cristóbal ankamen, hielt der Fahrer noch an einem Aussichtspunkt etwas weiter unten von dem aus wir die moderneren und „reicheren“ Stadtviertel sehen konnten. Leider hing heute sehr viel Smog über der Stadt, so dass man die Anden fast nur erahnen konnte. Trotzdem war der Ausblick sehr beeindruckend. Oben angekommen, gingen wir noch die Treppen hinauf zu der Marienstatue, welche auf ganz  Santiago herunterschaut. Die Sicht war auch von hier aus wirklich beeindruckend. Man kann über die ganze Stadt schauen, welche einfach so wahnsinnig groß ist.

Am Kiosk auf halbem Wege zum Parkplatz, gönnte ich mir einen „Mote con huesillo“ – Pfirsichsaft mit ganzem bzw. halben Pfirsich und einer Art Getreide darin. Typisch chilenisch und einfach super lecker. Als kleine Zwischenmahlzeit oder nur zum Erfrischen.

Danach ging es zurück in die Stadt. Wir fuhren durch die modernen Geschäftsviertel Las Condes und Providencia zurück. Wer sich eine Begegnung mit der Königskrabbe nicht entgehen lassen wollte, stieg mit Nelson am großen Fischmarkt „Mercado Central“ aus. Wir anderen fuhren zurück zum Hotel, wo die tolle Citytour endete.

Videoimpressionen der Citytour Santiago mit travelArt

(23.04.2012)

Die klassische Citytour in Santiago – erste Videoimpressionen können Sie auf unserer Facebookseite ansehen:

https://www.facebook.com/travelArt.Chile

Besondere thematische Stadtrundgänge in Santiago

(20.04.2012)
Neben klassischen Stadtrundgängen zum Kennenlernen der Metropole Santiago werden nun auch immer mehr besondere und thematisch spezialisierte Citytouren angeboten. Auch travelArt möchte Ihnen diese spannende Art eine Stadt aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen, näherbringen und bietet hierfür verschiedene, einmalige Touren an, die Ihnen ein authentisches Chileerlebnis ermöglichen.

Neu ist zum Beispiel der kulinarische Stadtrundgang „Santiago 3C – Comprar, Cocinar y Comer“ auf Deutsch „Kaufen, Kochen und Essen“ bei welchem Sie nach einem Spaziergang durch verschiedene Stadtteile Santiagos auf dem grössten zentralen Markt Santiagos „La Vega“ ankommen. Zwischen einer Vielfalt an Aromen, Früchten, Gemüsesorten und Gewürzen, kaufen Sie gemeinsam mit Ihrem Reiseleiter erntefrische Zutaten ein, bevor es weiter zum Fisch- und Meeresfrüchtemarkt geht. Während der Tour erfahren Sie alles über das chilenische Nationalgetränk Pisco Sour und lernen dieses selbst zuzubereiten. Mit den frischen Zutaten im Gepäck kochen Sie anschließend gemeinsam traditionelle chilenische Gerichte und können lokale Weine und verschiedene Olivenöle verkosten.

Interessieren Sie sich mehr für Kunst und Kultur? Dann ist die Stadtführung „Arte y cultura“ das richtige für Sie. Für Geschichtsinteressierte bieten wir eine Tour mit Schwerpunkt „Geschichte und Menschenrechte“ an und bei der besonderen VideoBustour lernen Sie die Vergangenheit und die Gegenwart multivisual kennen. Wer sportlich aktiv sein möchte kann sich für eine der vielfältigen Fahrradstadtrundfahrten entscheiden.

Weitere Informationen zu den besonderen thematischen Stadtführungen in Santiago erhalten Sie bei Ihrem travelArt Verkaufsmitarbeiter.