Das “Museo de la Memoria” in Santiago ist das erste und vorerst einzige Museum in Lateinamerika, das sich mit der dunklen Seite der Geschichte beschäftigt – mit der Militärdiktatur in Chile von 1973 bis 1990. Damit steigt Chile auf in den Zirkel derjenigen Museen der Welt, die die Erinnerung an Gewalt und Menschenrechtsverletzungen aufrecht erhalten will. Ähnliche Ausstellungen gibt es unter anderem in den Vereinigten Staaten (Menschenrechtsmuseum Martin Luther King), in Senegal (Haus der Sklaven) und in Russland (Gulagmuseum).
Das Museum wurde im Januar durch die damalige Präsidentin Bachelet eröffnet und hat insgesamt 12‘000 Millionen Pesos (rund 18 Mio. Euro) gekostet. Das Museum ist eine Sammlung von Dokumenten, Zeitzeugnissen sowie Audio- und Filmmaterialien über die Opfer und von den Opfern der Militärdiktatur unter General Augusto Pinochet.
Das Museum ist als ein wichtiger Beitrag zur öffentlichen Diskussion zu verstehen, in einem Land, das auch zwanzig Jahre nach Ende der Diktatur immer noch praktisch zweigeteilter Meinung ist.
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